 ##  [Träger‑zu‑Rausch‑Verhältnis (C/N)](/de/node/71781) 

 Definition

Das Verhältnis der Leistung der Trägerkomponente (unmodulierte oder Trägeranteil) zur Rauschleistung, gemessen innerhalb einer definierten Empfängerbandbreite an einem spezifizierten Messpunkt; üblicherweise in Dezibel angegeben. C/N wird in Funk‑ und Satellitenlink‑Bilanzen verwendet, um die Trägerqualität vor bzw. am Eingang der Demodulationsstufen zu quantifizieren.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

C/N misst die Trägerleistung relativ zum Rauschen innerhalb der Demodulationsbandbreite und begrenzt damit die erreichbare Demodulationsqualität für trägerbasierte Modulationsschemata; mit Kenntnis der Symbolrate, Modulationsordnung und Messbandbreite lässt sich C/N in Eb/N0 oder SNR umrechnen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Illustratives Szenario — Situation: Ein Satellitenempfänger misst die Trägerleistung am RF‑Eingang und das Rauschen in der zugewiesenen Kanalbandbreite. Erkennung: C/N berechnen. Aktion: C/N im Linkbudget verwenden, um zu beurteilen, ob die empfangene Trägerleistung die geplante Modulationsrate trägt. Konsequenz: Liegt das gemessene C/N unter dem geforderten Schwellenwert, kann das System die Datenrate verringern, stärkere Kodierung einsetzen oder eine erneute Übertragung anfordern, um Fehlerschwellen einzuhalten.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

C/N isoliert zur Leistungsprognose verwenden, obwohl Nachbarkanalinterferenz, Phasenrauschen oder nicht‑additive Beeinträchtigungen dominieren, oder C/N mit Eb/N0 verwechseln, ohne die nötigen Umrechnungen für Symbol‑Dauer und Modulationsordnung vorzunehmen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

C/N beeinflusst Linkmargin, Empfängerfilterung und Anforderungen an Phasenrauschen von Oszillatoren; falsche Interpretation kann zu zu optimistischen Kapazitätsschätzungen oder unzureichender Reserve gegen Fades und Interferenzen führen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Bei Breitband‑ oder Spread‑Spectrum‑Systemen, in denen Despreading Verarbeitungsgain liefert, oder wenn Interferenz die dominante Größe ist (C/I, SINR), kann rohes C/N die effektive Nach‑Verarbeitungssignalqualität unterschätzen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Klar innerhalb: Trägerleistung geteilt durch gemessene Rauschleistung innerhalb der zugewiesenen Kanalbandbreite am RF‑ oder IF‑Eingang. Randfall: Messung nach schmaler Filterung oder Tracking‑Schleifen mit abweichender Rauschbandbreite. Klar außerhalb: Higher‑Layer‑Metriken wie aggregierter Durchsatz sind kein C/N.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

C/N ↔ Interferenzmetriken (C/I, SINR): Ein guter C/N gegenüber thermischem Rauschen sichert nicht die Leistung, wenn Interferenz oder andere Störungen vorherrschen; das Design muss beide Fälle berücksichtigen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

C/N ist eine trägerzentrierte, bandbreitenbezogene Leistungskennzahl für die HF‑Link‑Analyse; zur Vorhersage der Bit‑Ebene muss sie unter Einbeziehung von Symboltiming, Modulationsmapping und Verarbeitungsgewinnen umgerechnet werden.