 ##  [Ausfallwahrscheinlichkeit](/de/node/71945) 

 Definition

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine sofortige physikalische Qualitätsgröße des Links (z. B. Signal‑zu‑Rausch‑Verhältnis, empfangene Leistung oder SINR) unter die für erfolgreiche Kommunikation bei gewählter Modulation/Codierung und Datenrate erforderliche Mindestschwelle fällt und dadurch vorübergehend kein Decodieren oder zuverlässige Zustellung möglich ist.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist die kumulative Wahrscheinlichkeit, dass die sofortige Größe unterhalb des Betriebs­schwellenwerts liegt: P_out = Pr(Größe &lt; Schwelle); sie wird durch die Verteilung der Größe und den gewählten Schwellenwert bestimmt.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Situation: ein drahtloser Link mit schnellem Fading. Erkennung: der Empfänger misst die momentane SNR. Aktion: ist SNR &lt; γ_th, kann das Modem Frames bei der eingestellten Rate nicht demodulieren. Folge: Frames gehen verloren oder müssen neu übertragen werden; die beobachtete Verfügbarkeit entspricht 1 − P_out.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Das Mittel‑SNR (ergodische Größe) mit der Ausfallwahrscheinlichkeit gleichzusetzen; dadurch wird die mittlere Leistung mit der Wahrscheinlichkeit eines momentanen Ausfalls verwechselt und das Risiko kurzzeitiger Verbindungsabbrüche bei Fading unterschätzt.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit erhöht kausal die Häufigkeit von Frameverlusten, Retransmissionen und Dienstunterbrechungen, senkt den effektiven Durchsatz und erhöht Latenz und Energieverbrauch für die Fehlerbehebung auf der Verbindungs‑/Schicht.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Wenn adaptive Maßnahmen (Link‑Adaption, Diversity‑Kombination, FEC oder HARQ) den effektiven Schwellenwert bzw. die Verteilungscharakteristik verändern, beschreibt das einfache Ausfallmaß gegenüber einem festen Schwellenwert nicht mehr die erlebte Verfügbarkeit; bei Betrachtung der ergodischen Kapazität ist Outage ungeeignet.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Eindeutig innerhalb: eine momentane SNR‑Probe unterhalb der Decoder‑Schwelle führt zu Decodierfehlern. Grenzfall: zeitweise Anwendungs‑Indisponibilität, die durch obere Schicht‑Retransmissionen verdeckt wird, wenn die Größe am Schwellenwert schwankt. Eindeutig außerhalb: geplante Wartungsabschaltungen, die nicht durch die physikalische Momentangröße verursacht sind.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Zuverlässigkeit ↔ Spektraleffizienz — die Herabsetzung des Schwellenwerts (bzw. Verwendung robusterer Codierung) reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit, geht jedoch meist auf Kosten der spektralen Effizienz.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die Ausfallwahrscheinlichkeit verbindet ein physikalisches Zufallsverhalten mit einer binären Verfügbarkeitsbetrachtung; sie ist die geeignete Metrik für kurzzeitige Decodier‑Erfolgsaussagen, muss aber gegenüber gewählten Schwellen und adaptiven Verfahren interpretiert werden.