 ##  [Kofrequenz‑Interferenz](/de/node/72886) 

 Definition

Interferenz, die auftritt, wenn zwei oder mehr Sender auf derselben nominalen Frequenz (oder Kanal) senden und ihre Signale beim Empfänger überlappen, wodurch eine Überlagerung entsteht, die eine korrekte Demodulation des gewünschten Signals verhindert, sofern nicht Mehrfachzugriff, Leistungsverhältnisse (Capture‑Effekt) oder Signalseparationsverfahren wirksam sind.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Simultane Signale auf derselben Frequenz überlagern sich linear am Empfängereingang; erfolgreicher Empfang erfordert, dass die effektive Leistung und Struktur des gewünschten Signals oder ein Diversitäts/MAC‑Schema die Trennung oder Dekodierung trotz vorhandener Interferenzen ermöglichen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Illustratives Szenario: Zwei Basisstationen senden gleichzeitig auf demselben Kanal. Erkennung: Ein mobiles Gerät im Überlappungsbereich empfängt beide Signale. Aktion: Dominiert keines der Signale und besteht keine Orthogonalisierung, schlägt die Demodulation fehl. Folge: Paketverluste oder Retransmissionen, bis MAC, Leistungsverhalten oder Frequenzneuplanung den Konflikt lösen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Davon auszugehen, dass räumliche Trennung allein immer kofrequente Interferenz verhindert, ohne Ausbreitung, Antennencharakteristiken, Reflexionen und Pegeldifferenzen zu berücksichtigen; oder Kofrequenz‑Interferenz mit Nebenbandleckage zu verwechseln.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

CFI erfordert MAC‑Protokolle, Frequenzplanung, Algorithmen zur räumlichen Wiederverwendung, Leistungsverteilung und fortgeschrittene PHY‑Techniken (orthogonaler Mehrfachzugriff, Spread Spectrum, MIMO/Beamforming), um Koexistenz und Spektrumnutzung zu ermöglichen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

CFI ist nicht zwingend destruktiv, wenn Signale bewusst orthogonal sind (Zeit, Code, Raum), der Capture‑Effekt das stärkere Signal dekodierbar macht oder Empfänger Interferenzunterdrückung einsetzen; dann ist Betrieb auf derselben Frequenz möglich.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Eindeutig innerhalb: Zwei Sender, die denselben Kanal belegen und deren simultaner Empfang das Dekodieren des gewünschten Signals verhindert. Grenzfall: Signale, die durch Codierung oder Zeitgebung getrennt sind, sodass Überlappung tolerierbar ist. Eindeutig außerhalb: Nebenbandinterferenz oder Intermodulationsprodukte, die andere nominale Kanäle belegen.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spektralwiederverwendung (höhere Kapazität) versus Interferenzvermeidung (weniger Kollisionen, einfachere Empfänger).

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Kofrequente Interferenz ist die grundsätzliche Beschränkung bei der Wiederverwendung eines Spektrums; Systementwurf muss Einsparungen durch Wiederverwendung gegen die zusätzliche MAC‑/PHY‑Komplexität abwägen, die nötig ist, um gleichzeitige kofrequente Übertragungen zu trennen oder zu tolerieren.