Definition
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine sofortige physikalische Qualitätsgröße des Links (z. B. Signal‑zu‑Rausch‑Verhältnis, empfangene Leistung oder SINR) unter die für erfolgreiche Kommunikation bei gewählter Modulation/Codierung und Datenrate erforderliche Mindestschwelle fällt und dadurch vorübergehend kein Decodieren oder zuverlässige Zustellung möglich ist.

Prinzip

Prinzip
Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist die kumulative Wahrscheinlichkeit, dass die sofortige Größe unterhalb des Betriebs­schwellenwerts liegt: P_out = Pr(Größe < Schwelle); sie wird durch die Verteilung der Größe und den gewählten Schwellenwert bestimmt.

Demonstration

Demonstration
Situation: ein drahtloser Link mit schnellem Fading. Erkennung: der Empfänger misst die momentane SNR. Aktion: ist SNR < γ_th, kann das Modem Frames bei der eingestellten Rate nicht demodulieren. Folge: Frames gehen verloren oder müssen neu übertragen werden; die beobachtete Verfügbarkeit entspricht 1 − P_out.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Das Mittel‑SNR (ergodische Größe) mit der Ausfallwahrscheinlichkeit gleichzusetzen; dadurch wird die mittlere Leistung mit der Wahrscheinlichkeit eines momentanen Ausfalls verwechselt und das Risiko kurzzeitiger Verbindungsabbrüche bei Fading unterschätzt.

Konsequenz

Konsequenz
Eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit erhöht kausal die Häufigkeit von Frameverlusten, Retransmissionen und Dienstunterbrechungen, senkt den effektiven Durchsatz und erhöht Latenz und Energieverbrauch für die Fehlerbehebung auf der Verbindungs‑/Schicht.

Umkehrung

Umkehrung
Wenn adaptive Maßnahmen (Link‑Adaption, Diversity‑Kombination, FEC oder HARQ) den effektiven Schwellenwert bzw. die Verteilungscharakteristik verändern, beschreibt das einfache Ausfallmaß gegenüber einem festen Schwellenwert nicht mehr die erlebte Verfügbarkeit; bei Betrachtung der ergodischen Kapazität ist Outage ungeeignet.

Abgrenzung

Abgrenzung
Eindeutig innerhalb: eine momentane SNR‑Probe unterhalb der Decoder‑Schwelle führt zu Decodierfehlern. Grenzfall: zeitweise Anwendungs‑Indisponibilität, die durch obere Schicht‑Retransmissionen verdeckt wird, wenn die Größe am Schwellenwert schwankt. Eindeutig außerhalb: geplante Wartungsabschaltungen, die nicht durch die physikalische Momentangröße verursacht sind.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Zuverlässigkeit ↔ Spektraleffizienz — die Herabsetzung des Schwellenwerts (bzw. Verwendung robusterer Codierung) reduziert die Ausfallwahrscheinlichkeit, geht jedoch meist auf Kosten der spektralen Effizienz.

Synthese

Synthese
Die Ausfallwahrscheinlichkeit verbindet ein physikalisches Zufallsverhalten mit einer binären Verfügbarkeitsbetrachtung; sie ist die geeignete Metrik für kurzzeitige Decodier‑Erfolgsaussagen, muss aber gegenüber gewählten Schwellen und adaptiven Verfahren interpretiert werden.